Der Wechsel – die Menopause

Wechselbeschwerden

Als Klimakterium der Frau wird die durchschnittliche Zeitspanne zwischen dem
45. und 55. Lebensjahr
 bezeichnet. Wobei der Zeitpunkt der letzten Menstruation bzw. des Erlöschens der Funktion der Ovarien die Menopause genannt wird. Das derzeitige Menopausenalter beträgt durchschnittlich 52 Jahre.

Es kommt zum Absinken der Serumspiegel von Östrogen und Progesteron, währenddessen die Gonadotropinwerte deutlich ansteigen. Diese Veränderungen der hormonalen Situation führen zu den Wechselerscheinungen.

Zu den irreversiblen Veränderungen zählen vor allem der Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit und das Erlöschen der eigenen Hormonproduktion in den Ovarien.

Wechselbeschwerden treten bei 50 – 80% aller Frauen auf. Diese werden aber von den Betroffenen unterschiedlich stark wahrgenommen. In etwa 2/3 der Fälle sind die Erscheinungen jedoch so intensiv, daß eine Therapie gewünscht wird.

Klimakterische Beschwerden dauern durchschnittlich 1 – 3 Jahre.
Die typischen klimakterischen Beschwerden im engeren Sinne sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche mit begleitenden Schwindelerscheinungen, aber auch Gewichtszunahme, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Migräne und Depressionen .

Die Veränderungen des hormonellen Milieus spielen aber auch bei der Entstehung der Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystemes als auch des Bewegungsapparates eine entscheidende Rolle. Beschwerden durch urogenitale Atrophie, Haut-und Schleimhautatrophie, Risikofaktoren für Osteoporose oder eine manifeste Osteoporose als auch die Hyperlipidämie sind bemerkbar.

Als besondere Indikationen für eine Hormonsubstitutionstherapie gelten eine frühe Menopause oder Eierstockentfernungen vor dem natürlichen Wechsel.

Grundsätzlich sind sogenannte PHYTOÖSTROGENE (pflanzliche Östrogene) die Therapie der 1. Wahl, Isoflavone und andere Sojaprodukte können hier eine Hormontherapie verhindern.

BIOIDENTE Hormone ermöglichen einen individuellen Therapieansatz mit Hormonen, die von ihrer Struktur genauso aussehen wie die Hormone, die der weibliche Körper selber bildet, also von der Strukturformel her kein Unterschied. (Dr. Anneliese Schwenkhagen, Deutsche Menopause Gesellschaft)

Solle keine ausreichende Verbesserung der Wechselbeschwerden erreicht werden, ist auf auf bestimmte Zeit eine Hormonersatztherapie notwendig.